Beim Kaiser zu Besuch

Naja, der Herr Kaiser hatte keine Zeit, also bin ich nur ein bisschen durch seinen Park marschiert. Das Wetter war morgens noch nicht so toll, daher gab es auch keine guten Bilder.

Nächster Programmpunkt war dann indoor im Kaufhaus an der Ginza, der Haupteinkaufsstraße. Witzig war vor allem die Lebensmittelabteilung, wo es auch vom Rindfleisch die obligatorischen Plastikmuster gibt, die auch vor  vielen Restaurants zu finden sind.

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Danach gab es gegrilltes Schwein und kochend heiß blubbernde Suppe.

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Langsam wurde das Wetter etwas besser und ich fuhr Richtung Ueno zum Park samt Nationalmuseum. Auch da wie überall viele viele Leute.

Umso erstaunlicher war es dann, dass man nach 15 Minuten Fußmarsch plötzlich in einem fast dörflichen Umfeld war. Aber das scheint es hier bei den 33 Millionen Menschen öfter zu geben. Viele Zentren mit Hochhäusern und dazwischen auch wieder Gegenden mit nur zwei oder drei Stockwerken hohen kleinen Häuschen, alle dicht auf dicht.

Dass Platz Mangelware ist, zeigt auch diese Tankstelle. Nein, da hat niemand die Zapfsäulen geklaut 🙂

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Das war es dann auch für Tag eins. Tag zwei begann mit strahlendem Sonnenschein. Also gleich rauf in die 45. Etage des Rathauses mit schönem Blick.

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Nächste Etappe war der Meji-Schrein im gleichnamigen Park. Dort fanden gerade diverse Shinto-Hochzeiten statt mit viel Brimborium.

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Richtung Shibuya ging es dann durch das Teenager-Mode-Viertel mit durchaus seltsamen Dingen. Aber die Mädels und Jungs laufen wirklich so rum. Vielleicht weil sie unter der Woche ihre Schuluniform tragen.

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Nächster Stop war Odaiba,eine künstliche Insel mit Wohnungen, Malls und allerhand Freizeitaktivitäten samt „Strand“.

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Zu Mittag gab es Tempura, also frittierte Teile. Samt Blick auf die Skyline von Tokyo.

Zurück hab ich dann das Boot genommen, das so eine knappe Stunde den Fluss hochschipperte.

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Und den letzten Teil per U-Bahn. Ist hier alles kein Problem, weil es gut ausgeschildert ist. Zum zahlen hab ich eine Suica Karte, die man aufladen kann und dann berührungslos zahlen kann: in allen Bahnen (einmal beim reingehen kurz auflegen und einmal beim rausgehen), beim Seven Eleven und an den Getränkeautomaten, die hier wirklich im Abstand von hundert Metern stehen. Wozu haben wir eigentlich noch so unpraktisches Kleingeld?

Hier übrigens mal eine kleine Erklärung zu den Adressen. Es gibt hier keine Hausnummern, sondern jeder Stadtteil ist in Bezirke gegliedert und dann gibt es dort wieder Blöcke – und so setzt sich (angeblich) die Adresse zusammen.

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Aber mit Google Maps und meiner japanischen SIM-Karte hab ich noch alles problemlos gefunden.

In diesem Sinne gute Nacht!