Nachdem ich gestern Abend zu faul zum Schreiben war, gibt es heute eine Doppelfolge aus Hiroshima und Umgebung.
Los ging es gestern in einem grauen und regnerischen Tokio mit dem Shinkansen.
Der Hikari war mein Zug und brachte mich erst mal nach Osaka. In jedem Bahnhof gibt es hier so nette Lunchboxen mit allerlei Dingen. Meine war mit Reis und Fisch und allerhand anderen, nicht immer definierbaren Dingen.
Kurz nach eins war ich schon in Hiroshima (sind immerhin über 800 km) und auch wenn man immer denkt, das sei südlich von Tokio, ist es eigentlich fast nur westlich davon. Zumindest strahlte die Sonne und ich konnte gleich mit dem Touristen-Bus auf Tour gehen.
Erster Stop war das Castle mit dem Turm und hübschem Ausblick.
Das ist natürlich alles nachgebaut, denn vor fast 70 Jahren explodierte hier in rund 300 Metern Höhe die erste Atombombe. In der Innenstadt blieben nur ganz wenige Gebäude stehen, wie die „IHK“, die heute als Mahnmal dient. Sie war nur 160 Meter vom Explosionszentrum weg und man vermutet, dass sie dadurch die Druckwelle eher von oben als von der Seite traf.
Daneben liegt der große Friedenspark, der aber mit tausenden Schulkindern nicht wirklich friedlich war.
Die Dinnerspezialität ist hier neben Austern (nicht so mein Fall) Okonomiyaki: ein Pfannkuchen mit Kraut drauf und dann weiter mit Fleisch oder Tintenfisch und Nudeln und nen Ei drüber. Durchaus nahrhaft, auch wenn es mir zu viel Kraut war. Aber alles schön vor einem frisch zubereitet.