Tag drei führte in den Norden. Nicht ganz nach Nordkorea, aber immerhin zur DMZ, der demilitarisierten Zone zwischen den beiden Koreas.
Die Grenze in Panmungjong kann man zwar nicht mehr besichtigen, aber drei Stopps gab es trotzdem. Bis man aber dort hin kommt, geht es erst durch ein breites militärisches Sperrgebiet, sinnigerweise Civilian Controlled Area genannt. Überall Straßensperren und Stacheldraht und Wachtürme. Ein bisschen wie damals die innerdeutsche Grenze, nur alles mit mehr Abstand.
Erster Stopp war einer der Infiltierungstunnel, den der Norden Richtung Seoul bohrte, das ja nur rund 60 km von der Grenze entfernt ist. Bilder durfte man keine machen, aber es ging 50 Meter auf einer abschüssigen Rampe in die Tiefe und danach wieder nach oben. Workout also gleich mit erledigt.
Vom Dora Observatory konnte ich dann bis in den Norden schauen. Kaeson ist die nächste Stadt dort und es gab auch mal einen industrial Park dort, in dem Firmen aus dem Süden produzieren ließen.
Der Industriepark ist inzwischen geschlossen und umso seltsamer war Stop 3, ein moderner Bahnhof, der von George W Bush eingeweiht wurde, aber auf dem keinerlei Züge nach Norden gehen. Die Tafeln verkünden alle die tolle Strecke bis nach Europa, aber das ist in dieser surrealen Umgebung wohl doch noch lange Wunschdenken.