Die letzten Tage einer Reise kommen blogtechnisch immer etwas kurz, aber jetzt sitze ich in der Lounge und warte auf den Rückflug (diesmal scheint es wirklich LOT zu werden).
Von Busan düste ich mit dem KTX, der koreanischen Variante des TGV zurück nach Seoul. Das dauert keine drei Stunden und war wirklich komfortabel.
An der Seoul Station entdeckte ich dann dieses Schild. Aber so richtig traute ich dem angepriesenen Schnitzel dann doch nicht.
Mein Zimmer war im 38. Stock und der Ausblick war tagsüber und nachts wirklich toll.
Am Nachmittag marschierte ich dann noch zum War Memorial, in dem alle Kriege auf der koreanischen Halbinsel – gegen die Chinesen Japaner und natürlich der Koreakrieg zwischen 1950 und 1953 sehr detailliert behandelt wurden. Diesmal gab es sogar englische Beschreibungen, was sonst eher die Ausnahme war.
Die Sprache war insgesamt nicht so einfach. Die Taxifahrer können gar nichts und nicht mal die englischen Buchstaben lesen, in den Hotels geht es, aber viele wissen auch nicht wirklich, was man möchte, und in den Restaurants zeigt man auf der Karte halt auf das, was man möchte. Da gibt es zumindest manchmal englische Texte oder Bilder.
Für den Mittwoch mietete ich mir dann wieder einen Hyundai (gibt nur das oder Kia hier) und fuhr einmal quer durchs Land zum Seoraksan-Nationalpark. Erst ist man aber ewig durch Seoul unterwegs, denn die Stadt hat 10 Millionen Einwohner, die ganze Metropolitan Area hat 25 Millionen, also die Hälfte der Bevölkerung Koreas gesamt. Es geht dann auch nach den Grenzen der Stadt gleich in hügeliges Land über und da ist es dann auch eher ausgestorben.
Im Nationalpark ging es dann mit der Seilbahn hoch auf den Berg und der Ausblick war spektakulär.
Auf dem Rückweg fuhr ich dann eine andere Strecke durch kurvige Bergstraßen. Nachdem ich aber fahren musste, gibt’s davon nicht viele Bilder.
Und den letzten Tag hab ich dann ruhig angehen lassen und war ein bisschen shoppen und dann nochmal im Jimjilbang. Das Dragon Hill Spa war gleich in der Nähe des Hotels und schon ein sehr seltsames Ding. Auf sechs Stockwerken gab es wieder Bereiche für Damen und Herren, aber auch eine Arcade mit Videospielen, eine Schönheitsfarm und seltsame Saunen, die man wieder im geliehenen Strampelanzug aufsuchte. Das schöne ist aber, dass man nix mitnehmen muss. Handtücher gibt’s genauso wie den Anzug und Badehose braucht man in den getrennten Bereichen ja nicht. Das ganze war schon etwas heruntergekommen und jetzt nicht mit Wörishofen zu vergleichen, aber auf jeden Fall ein Erlebnis. Kostete auch nur 10 Euro.
Tja, das war es dann auch schon wieder. Am letzten Tag grüßte der Sonnenaufgang wie bestellt..